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Paulusmuseum Münster - geöffnet Mo–Sa, 12–18 Uhr - kostenlose öffentliche Führungen Mi/Sa, 15 Uhr

Von der Kammer am Dom zum Schatzhaus in der Stadt

Domkammer Münster (1981-2017): ©St.-Paulus-Dom 2026, Domverwaltung, Foto: Dr. Michael Reuter
Domkammer Münster (1981-2017): ©St.-Paulus-Dom 2026, Domverwaltung, Foto: Dr. Michael Reuter

Moderne Geschichte

Das PAULUSMUSEUM zeigt nach Schließung der Domkammer am Dom im Jahr 2017 den spirituell einzigartigen Domschatz in moderner Architektur. Das Museum bringt christliche Geschichte und Geschichten in einen offenen Austausch und in kulturübergreifende Diskurse ein.

Ansicht Ausstellungsräume, Foto: ©Marius Jakoby, Münster, 2026
Ansicht Ausstellungsräume, Foto: ©Marius Jakoby, Münster, 2026

Erlebbare Exponate

Mit innovativen, modernen und emotionalen Ausstellungen für die unterschiedlichsten Besuchenden möchte das PAULUSMUSEUM die Einzigartigkeit des Domschatzes und dessen Bedeutung in der Gegenwart unter Beweis stellen.

Paulus macht einzigartige Exponate des Domschatzes erlebbar

Fabienne Verdier, Vado, ma dove?, 2020 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026/ Büstenreliqiuar des hl. Paulus, um 1070 © St.-Paulus-Dom 2026, Domverwaltung, Foto: Stephan Kube, Greven
Fabienne Verdier, Vado, ma dove?, 2020 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026/ Büstenreliqiuar des hl. Paulus, um 1070 © St.-Paulus-Dom 2026, Domverwaltung, Foto: Stephan Kube, Greven

Eröffnungsausstellung

Ich gehe, aber wohin?

Willkommen in der Eröffnungsausstellung des Paulusmuseums . In sieben Ausstellungskapiteln widmen wir uns dem Apostel Paulus (*vor dem Jahr 10 n. Chr. in Tarsus/Kilikien; †nach 60 n. Chr., vermutlich in Rom). Er ist einer der wichtigsten frühchristlichen Missionare, auch wenn er Jesus zu dessen Lebzeiten nie begegnete. Wir erzählen, wer Paulus war, was er glaubte und wie er bis heute wirkt.

Laufzeit

27. August 2026 bis 30. Mai 2027

Öffnungszeiten

Mo–Sa, 12–18 Uhr
gebuchte Gruppen auf Anfrage
ab 10 Uhr (Mo-Fr)

an Feiertagen geschlossen
geschlossen am 22.09.2026

Ort

Alter Steinweg 3, 48143 Münster

Eintritt

frei

gebuchte Führungen und Workshops gegen Gebühr

Ausgewählte Exponate

@Marius Jacoby, Münster 2026

Münster

Pauluskopf vom St.-Paulus-Dom

Der hl. Paulus ist der Patron des Doms in Münster. Dieser trägt auch seinen Namen: St.-Paulus-Dom. Bereits früh setzte…

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DER EVANGELIST LUKAS, Hermann tom Ring Öl auf Eichenholz, 1574 Bistum Münster, Katholische Kirchengemeinde Liebfrauen-Überwasser (Dauerleihgabe im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster, Inv.-Nr. 931 LG), Foto:Sabine Ahlbrand-Dornseif

Hermann tom Ring

Der Evangelist Lukas

War der Evangelist Lukas tatsächlich auch der Autor der Apostelgeschichte? Auf dem Gemälde des…

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HL. STEPHANUS, Johann Brabender, Münster, 1536–1542, Domschatz Münster, Inv.-Nr. E.58, Foto: Dr. Michael Reuter

Johann Brabender

Hl. Stephanus vom ehem. Lettner des St.-Paulus-Doms

Die Apostel wählen für ihre Gemeinschaft in Jerusalem sieben Diakone als Helfer, darunter Stephanus. Seine christlichen…

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Reliquienkreuz Münster, 1. Viertel 11. Jahrhundert; Montage auf Bergkristall: 13. Jahrhundert, Inv.-Nr. E.5, Foto: Dr. Michael Reuter

Reliquienkreuz

Schon zur Zeit Liudgers, des ersten Bischofs von Münster (†805), war Stephanus ein beliebter Heiliger. In einem der…

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Fabienne Verdier, Vado, ma dove?, 2020 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Fabienne Verdier

Vado, ma dove? (Je vais, mais où)

Ich gehe, aber wohin? – Das Kunstwerk ist das Plakatmotiv und Titelgeber der Ausstellung. Es spiegelt die…

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Sturz des Paulus vor Damnaskus, Linker, innerer Altarflügel ehem. Hochaltars Gerhard Gröninger, Münster, 1619–1622, Münster, St.-Paulus-Dom, Foto: Stephan Kube, D-48268 Greven

Gerhard Gröninger (Entwurf und Bildhauerarbeiten, Farbfassung der Reliefs)

Sturz des Paulus vor Damaskus

Dieser Altarflügel befindet sich normalerweise im Dom. Er ist Teil des ehemaligen Hochaltars. Hier ist der linke…

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Hauskrippe, 1840–1850, © Relígio. Wes älisches Museum für religiöse Kultur

Beschneidungsbuch des Meyer Spiegel und Hauskrippe

Jesus wird als Jude geboren.Wie alle jüdischen Jungen wird er am achten Tag beschnitten. Auch Paulus ist als Jude…

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Frères Dryander, Assie e pour aliments lactés, Halav , Faïence, 19e siècle  Strasbourg, Musée alsacien, Dépôt de la Société d’histoire des israélites d’Alsace-Lorraine, @Musées de la ville de Strasbourg, M. Bertola

Gebrüder Dryander

Teller für milchige Speisen, Halav und Teller für fleischige Speisen, Basari

Die beiden Teller stehen für einen zentralen Grundsatz der jüdischen Speisegesetze (Kaschrut): die Trennung…

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DIE AUSGIESSUNG DES HEILIGEN GEISTES (PFINGSTEN) Griechenland, Mitte 18. Jahrhundert Eitempera auf Holz Ikonen-Museum Recklinghausen, Inv.-Nr. 348

Die Ausgießung des Heiligen Geistes (Pfingsten) und Heilige Drei Könige und Christus in Krippe

Paulus wird in dieser Pfingstikone gleichrangig neben Maria und den Aposteln dargestellt. Beim Pfingstereignis…

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O. T. (ANDRIES VAN EERVELT), Volker Hermes, 2024, Acryl, Edding und div. Graffitimarker auf Nessel, im Besitz des Künstlers

Volker Hermes

o. T. (Andries van Eervelt)

Paulus wird als Gefangener von Cäsarea nach Rom gebracht. Er weiß auf der Fahrt sein Schicksal in Gottes Händen.Auf See…

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PHÖBE BEI PAULUS, Dietenberger Bibel, 1534 Bibelmuseum der Universität Münster, Dauerleihgabe

Phöbe bei Paulus

Phöbe wird im Römerbrief als Diakonin und Unterstützerin der frühen Christen in Korinth beschrieben…

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HL. STEPHANUS, Johann Brabender, Münster, 1536–1542, Domschatz Münster, Inv.-Nr. E.58, Foto: Dr. Michael Reuter

Johann Brabender

Figuren des Liudgers und des Paulus vom ehem. Lettner des St.-Paulus-Doms

Die Verehrung Liudgers in Münster war wechselhaft. Im Zusammenhang mit den Täuferunruhen (1534/1535) kam es zu einem…

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Foto: @Oliver Werner

Kopie der Amtskette des Oberbürgermeisters („Reisekette“)

Umschrift oberes Medaillon: STADT MÜNSTER – 1861 Umschrift unteres Medaillon: FRIEDRICH WILHELM III GRÜNDER DER…

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SILBERNE RELIQUIENBÜSTE DES HL. PAULUS, Münster, um 1380, IHS-Monogramm: 15. Jahrhundert, Domschatz Münster, Inv.-Nr. O/Vb.6, Foto: Dr. Michael Reuter

Silberne Reliquienbüste des hl. Paulus

Verlorene Schatzinventare und verblichene Beschriftungen lassen bei einigen Reliquiaren das Wissen über die enthaltenen…

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Kokosnussreliquiar Westfalen  1230/1250; Bergkristallfigur: Abbasidisch, 10. Jahrhundert, Domschatz Münster, Inv.-Nr. E.6, Foto: Dr. Michael Reuter

Westfalen

Kokosnussreliquiar

Das Kokosnuss-Reliquiar ist vermutlich das älteste erhaltene in Europa.Die fremde Herkunft des Materials steht nicht…

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Fußballtrikot von Mathys Tell, Foto: privat

Fußballtrikot von Mathys Tel

Fußballtrikot von Mathys Tel; Video: Mathys Tel verschenkt sein Fußballtrikot an einen Fan

Auch dieses Fußballtrikot ist eine Reliquie „im weltlichen Sinn“. Wie die Reliquien von Heiligen…

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Rendering: ©Jörg Preckel | P / E / P Architekten + Stadtplaner 2026
Rendering: ©Jörg Preckel | P / E / P Architekten + Stadtplaner 2026

Ein architektonischer Dialog

Foto: ©Jörg Preckel | P / E / P Architekten + Stadtplaner 2026
Foto: ©Jörg Preckel | P / E / P Architekten + Stadtplaner 2026

Architektur

Im Zentrum der historischen Altstadt, direkt gegenüber der Stadtkirche St. Lamberti entstand 75 Jahre nach dem Wiederaufbau ein Gebäude, welches in zeitgemäßer Architektursprache die historische städtebauliche Situation am Alten Steinweg wieder aufleben lässt. Innerhalb der historischen Parzellenstruktur entstand ein steinernes Torhaus und ein prägnantes Giebelhaus. Die authentische Materialität der Altstadt, ausgewogenen Details und eine moderne Interpretation Münsteraner Giebelhäuser wird der Prominenz des Ortes gerecht. Der spektakuläre Eingang im Torhaus führt in das Museum „PAULUS“ und einen besonderen Innenhof. P / E / P Architekten + Stadtplaner

©St.-Paulus-Dom 2026, Domverwaltung, Foto: Dr. Michael Reuter; Foto: The Nix Company (unsplash, linzenfrei)
©St.-Paulus-Dom 2026, Domverwaltung, Foto: Dr. Michael Reuter; Foto: The Nix Company (unsplash, linzenfrei)

Bewusste Kontraste

Der überwiegend mittelalterlichen Sammlung werden moderne und ungewohnte Positionen gegenübergestellt. Dieser überraschende Dialog bricht mit bisher bekannten Seh- und Denkmustern und lässt Neues im Alten und Altes im Neuen entdecken.

Ansicht Ausstellungsräume, Foto: ©Marius Jakoby, Münster, 2026
Ansicht Ausstellungsräume, Foto: ©Marius Jakoby, Münster, 2026

Es geht nicht darum, möglichst viel zu zeigen, sondern einen Ort zu schaffen, der Impulse gibt

Detailansicht Domschatz im Hochaltar: ©St.-Paulus-Dom 2026, Domverwaltung
Detailansicht Domschatz im Hochaltar: ©St.-Paulus-Dom 2026, Domverwaltung

Der Domschatz

Interior view of St. Paul's Cathedral in Münster: © Diocese of Münster (BM44922) 2026, photo: Achim Pohl
Interior view of St. Paul's Cathedral in Münster: © Diocese of Münster (BM44922) 2026, photo: Achim Pohl

Ein Domschatz ist keine museale Sammlung. Alles, was dort bewahrt wird, steht im direkten Zusammenhang mit dem Dom und dem Gottesdienst.

Es sind also keine Gegenstände, die aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gerissen wurden und erst im Museum wieder einen neuen Sinnzusammenhang erfahren.

Der Domschatz ist ein authentisches Zeugnis der 1200-jährigen Geschichte des Bistums, alle Stücke gehören genau an diesen Platz und sie bilden genau diese lange Geschichte ab. Gleichzeitig sind diese Gegenstände aber mehr als nur Zeugnisse einer Geschichte, sie sind Teil der religiösen Welterfahrung und Weltwahrnehmung, sie sind Brücken zwischen Diesseits und Jenseits.

Silberne Reliquienbüste des hl- Paulus, Münster, um 1380, IHS-Monogramm: 15. Jahrhundert, Domschatz Münster, Inv.-Nr. O/Vb.6, Foto: Dr. Michael Reuter
Silberne Reliquienbüste des hl- Paulus, Münster, um 1380, IHS-Monogramm: 15. Jahrhundert, Domschatz Münster, Inv.-Nr. O/Vb.6, Foto: Dr. Michael Reuter

ist der Namensgeber des Museums. Er war ein Mensch mit Widersprüchen und Brüchen in seiner Vita. Ein Mensch, der sich für seine Überzeugungen durch nichts aufhalten ließ. Der einstige Verfolger der jungen christlichen Gemeinschaft wurde zu einem ihrer bedeutendsten Verkünder im 1. Jahrhundert nach Chr. Seit dem 9. Jahrhundert lässt er sich als Patron des Doms in Münster nachweisen. Eine in Deutschland bis heute einmalige Wahl. Seit über 1.200 Jahren sind der Heilige, der Dom und die Stadt Münster nun miteinander verbunden. Im neuen Dommuseum PAULUS soll diese Geschichte auf vielfältige Weise weitergeschrieben werden.

Begleitprogramm

©Bistum Münster (BM5117) 2026
©Bistum Münster (BM5117) 2026

Das PAULUSMUSEUM versteht sich als offener Bildungs- und Kulturort für Menschen aller Altersgruppen und Lebenshintergründe. Zentrales Anliegen der Kunstvermittlung ist es Brücken zu schlagen: zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen kulturell-religiösem Erbe und heutiger Lebenswelt. Unter unseren Angeboten vereinen sich wechselnde Ausstellungen mit Schätzen aus dem St.-Paulus-Dom und Leihgaben anderer Museen, ein vielseitiges Begleitprogramm sowie Angebote der Vermittlung. Hier sind Workshops, Führungen und Programme für alle Altersgruppen zu finden.

Ausstellungsgespräche

Workshops/ Veranstaltungen

Buchungsanfragen (Formular)
museumsfuehrungen@bistum-muenster.de
Tel. +49 251 495-6704
Tel. +49 251 495-6708
(mo-fr, 12.00-17.30 Uhr)